Strafenkatalog

Verfehlungs-/Strafenkatalog des PVB


§ 1 Verspätete Spieler- und Dealer-Meldungen

(1) Meldet ein Club/Verein einen Spieler oder Dealer nicht oder nicht rechtzeitig (siehe Meldefristen laut Meldeordnung), sind pro Verstoß 10,-EUR an den PVB zu zahlen. Der Betrag ist innerhalb von 14 Tagen nach entsprechender Zahlungsaufforderung durch den Verband an diesen zu überweisen.

(2) Im Wiederholungsfall bzw. bei nachweislich vorsätzlichen Verstößen kann durch den PVB-Vorstand eine höhere Strafgebühr oder eine Sperre des entsprechenden Spielers bzw. des Clubs/Vereins für zukünftige Veranstaltungen und Spieltage festgesetzt werden. Diese Sperre kann bis zur Begleichung aller offenen Beiträge und Strafen oder auch dauerhaft bzw. spielsaisonübergreifend ausgesprochen werden. Entscheidend für die Einhaltung der Zahlungsfrist ist der tatsächliche Zahlungseingang beim PokerVerband Berlin e.V..
 


§ 2 Verspätete Beitragszahlung / Offene Beitragszahlungen

(1) Entrichtet ein Club/Verein seinen Beitrag nicht fristgemäß (siehe § 11 der Satzung ), ist eine Mahngebühr in Höhe von 10,- EUR pro Mahnung an den PVB zu entrichten. Der Betrag ist innerhalb von 14 Tagen nach entsprechender Zahlungsaufforderung durch den Verband an diesen zu überweisen.

(2) Im Wiederholungsfall bzw. bei nachweislich vorsätzlichen Verstößen kann durch den PVB-Vorstand eine höhere Mahngebühr oder eine Sperre des entsprechenden Clubs/Vereins für zukünftige Veranstaltungen und Spieltage festgesetzt werden. Diese Sperre kann bis zur Begleichung aller offenen Beiträge und Strafen oder auch dauerhaft bzw. spielsaisonübergreifend ausgesprochen werden. Entscheidend für die Einhaltung der Zahlungsfrist ist der tatsächliche Zahlungseingang beim PokerVerband Berlin e.V..

(3) Gemäß § 10 Nr. 4 a) der Satzung kann ein Mitglied ausgeschlossen werden, wenn ein Beitragsrückstand von mehr als zwei Monaten besteht.
 


§ 3 Unterlassene Dealer-Stellung

(1a) Regelung für 2016:
Stellt ein PVB-Team in einem Monat (bzw. für einen Spieltag oder eine Veranstaltung oder ein Heat) keinen Dealer bzw. Floorman (siehe Meldefristen laut Meldeordnung), sind in der Saison 2016 pro Verstoß 25,-EUR an den PVB zu zahlen. Der Betrag ist innerhalb von 14 Tagen nach entsprechender Zahlungsaufforderung durch den Verband an diesen zu überweisen.

(1b) Regelung für 2017:
Stellt ein PVB-Team in einem Monat bzw. für einen Liga-Spieltag keinen Dealer bzw. Floorman (siehe Meldefristen laut Meldeordnung), erfolgt in der Saison 2017 pro Verstoß eine Spielersperre für den nächsten Ligaspieltag. Dies gilt ggfs. (z.B. am letzten Ligaspieltag) auch spielsaisonübergreifend.
Stellt ein PVB-Team für eine Veranstaltung bzw. ein Heat keinen Dealer bzw. Floorman (siehe Meldefristen laut Meldeordnung), sind in der Saison 2017 = 35,-EUR an den PVB zu zahlen. Der Betrag ist innerhalb von 14 Tagen nach entsprechender Zahlungsaufforderung durch den Verband an diesen zu überweisen.

(2) Im Wiederholungsfall bzw. bei nachweislich vorsätzlichen Verstößen kann durch den PVB-Vorstand eine höhere Strafgebühr, eine mehrfache Spielersperre oder eine Sperre des entsprechenden gesamten Vereins/Clubs für zukünftige Veranstaltungen und Spieltage festgesetzt werden. Diese Sperre kann bis zur Begleichung aller offenen Beiträge und Strafen oder auch dauerhaft bzw. spielsaisonübergreifend ausgesprochen werden. Entscheidend für die Einhaltung der Zahlungsfrist ist der tatsächliche Zahlungseingang beim PokerVerband Berlin e.V..


Auszug aus der Spielordnung :

I: Etikette und Strafen

65: Keine Offenlegung von Informationen
(1) Die Spieler sind verpflichtet, die Integrität des Turniers und der anderen Spieler jederzeit zu wahren.
Aus diesem Grund dürfen Spieler, ob sie in der aktiven Hand sind oder auch nicht, während einer laufenden
Hand :

a) Informationen über gefoldete Karten preisgeben,

b) das laufende Spiel beurteilen oder kritisieren und Ratschläge geben,

c) versuchen, eine Hand, die noch nicht aufgedeckt ist, offen zu beurteilen,

d) eine Hand oder Strategie mit einem Zuschauer diskutieren oder

e) Rücksprache halten mit einem außenstehenden Ansprechpartner.

(2) Die „One-player-to-a-hand-Regel“ ist einzuhalten (Es ist nur ein Spieler pro Hand/Blatt zulässig).


66: Öffnen der Karten / Exposing Cards
(1) Ein Spieler, der versehentlich seine Karten zeigt, bevor alle Aktionen der laufenden Hand abgeschlossen sind,
kann eine Strafe erhalten. Seine aktuelle Hand ist jedoch nicht tot, aber passiv. Er darf nur noch callen oder
foulden (nur noch reagieren, nicht mehr agieren). Die Strafe beginnt erst mit dem Ende der laufenden Hand.

(2) Absichtliches oder wiederholtes Öffnen der Hand während des Spiels erklärt die Hand für „tot“.
„Offenes Überlegen“ ist nicht erlaubt. Die Entscheidung über eine Strafe obliegt nur dem Floorman und ist
nicht anfechtbar.

(3) Alle Spieler am Tisch haben das Recht, gezeigte Karten zu sehen (Show one, show all). Sollte der Dealer
bemerken, dass ein Spieler seine Karten so gehalten hat, dass ein anderer Spieler (z.B. sein Nachbar) diese
einsehen konnte, hat der Dealer die Karten nach dem Foulden bzw. nach der Rückgabe separat
aufzubewahren und sie dann (nach der Hand) allen Spielern zu zeigen. Auch aus diesem Grund sollten alle
Spieler ihre Karten so betrachten (z.B. durch Schutz mit der anderen Hand), dass kein anderer Spieler
Einsicht in diese nehmen kann.


67: Exposing and Mucking
(1) Spieler, die ihre Karten einem anderen Spieler zeigen, der bereits gepasst hat, und danach selbst abwerfen,
können bestraft werden.

(2) Die Dealer sind gehalten, die entsprechenden Karten getrennt aufzubewahren und am Ende der Hand allen
Spielern zu zeigen (Show one, show all).

(3) Spieler, die wiederholt gegen diese Regel verstoßen, werden bestraft.


68: Ethischen Benehmen / Faires Spiel / Verbotene Absprachen
(1) Poker ist ein Individualspiel. Softplay (das Schonen von bestimmten anderen Spielern, z.B. das
Nichtanspielen der Nuts in letzter Position) zieht Strafen nach sich, die den Verlust von Chips bis hin zur
Disqualifikation sein können.

(2) Chip Dumping (freiwilliges Verlieren von Chips), Absprachen, die Spieler vor einer „Bubble“ (die Position vor
Erreichen des Preisgelds oder des Finaltischs) bewahren (z.B. durch ein kontinuierliches Passen des Big Blind
auf der Bubble) und anderen Formen von Zusammenarbeit haben immer die Disqualifikation zur Folge. „Chip
Dumping“ liegt vor, wenn ein Nutzer vorsätzlich Chips/ein Spiel verliert, um absichtlich seine Chips an einen
anderen Spieler zu transferieren.


69: Verstoß gegen die Poker-Etikette / Strafen und Disqualifikation / Penalties
(1) Die Spieler sind ausdrücklich angehalten, in der Reihenfolge zu setzen.

(2) Wir weisen ausdrücklich auf die Einhaltung der Pokeretikette hin, um einen ordentlichen und
zufriedenstellenden Spielverlauf zu gewähren.

(3) Alle Turnierteilnehmer müssen sich für die Dauer des Events in allen Turnierbereichen höflich und anständig
benehmen. Jeder Teilnehmer, der ein unangemessenes Verhalten gegenüber einem anderen Teilnehmer
bemerkt, sollte dies sofort einem Floor-Mitarbeiter melden. Eingeschlossen – aber nicht ausschließlich – sind
Spieler, deren persönliche Hygiene oder Gesundheitszustand die anderen Spieler an den Tischen
beeinträchtigt. Die Entscheidung darüber, in wie weit die persönliche Hygiene oder Gesundheit eines
Einzelnen andere Spieler beeinträchtigt, trifft das Turnierpersonal. Mögliche Sanktionen gegenüber einem
Spieler, der sich weigert, die Situation in befriedigender Art und Weise zu verändern, bestimmt der Floorman
bzw. der PVB-Vorstand.

(4) Unflätige Äußerungen
Das Beleidigen anderer Spieler, der Turniermitarbeiter, des Personals des Veranstaltungsortes und anderen
Personals wird nicht toleriert. Unflätige, obszöne oder beleidigende Äußerungen gegen einen Spieler
oder einen Mitarbeiter (auch indirekte) werden bestraft.

(5) Stellt der Dealer fest, dass ein Spieler am Tisch gegen Regeln oder Etikette verstößt, ist er berechtigt und
angehalten, diesen auf seine Verfehlung hinzuweisen (Hinweis).
Der Hinweis ist auf der Tischkarte mit dem entsprechenden Spielernamen zu notieren.

(6) Wiederholt sich bei einem Spieler ein Verstoß oder treten unterschiedliche Verfehlungen auf, ist allein der
Dealer berechtigt, den Floorman hinzuzuziehen! Nur der Floorman ist befugt, nach Abwägen der bisherigen
Hinweise und Verfehlungen nunmehr Ermahnungen und Sanktionen auszusprechen!
Die Ermahnungen/Sanktionen sind auf der Tischkarte mit dem entsprechenden Spielernamen zu notieren.

(7) Ein Spieler kann den Floorman nicht selbst hinzuziehen. Er muß den Dealer um Hinzuziehung des Floorman
ersuchen.

(8) Der PVB-Vorstand und/oder der Floorman können nach ihrem eigenen und ausschließlichen Ermessen
jede Handlung bestrafen (wie nachfolgend angegeben), die gegen die offiziellen Regeln und besten
Interessen des Events verstößt, beginnend mit mündlichen Verwarnungen bis hin zur Disqualifikation und
dem Ausschluss von allen zukünftigen Live-Events des PVB.


(9) Dem PVB-Vorstand und/oder dem Turnierdirektor stehen dafür unter anderem die folgenden
Strafmaßnahmen zur Verfügung (Aufzählung nicht ausschließlich):

a) Mündliche Verwarnung,

b) ein- oder mehrfache Handstrafen („missed hand“),

c) einfache oder mehrfache Orbit-Strafen,

d) „dead (ungültige) Hand“,

e) Zeitstrafe:
Hier wird der Spieler für eine bestimmte Zeit des Turnieres verwiesen und muss auch den Turnierbereich
verlassen. Die Mindeststrafe beträgt 10 Minuten, das Maximum 50 Minuten!

f) Punktabzug:
Es werden maximal 2 mal 2 Punkte von der Platzwertung des betroffenen Spielers abgezogen.
Dies gilt sowohl für die Einzel- als auch für parallele Vereins-/Clubwertung.

g) Ausscheiden aus dem Event (Elimination Penalty),

h) Disqualifikation vom Event (inklusive des Verlustes aller gewonnenen Preise und Punkte),

i) Ausschluss vom Event,

k) Ausschluss von allen Events des PVB/Spielersperrung,
Sperrung eines Spielers für die laufende Saison und/oder eine Geldstrafe für den betreffenden Verein/Club.

(m) Club-/Vereinsausschluss:
Die schwerwiegendste Strafe stellt der Ausschluss eines Vereins/Clubs aus dem PVB dar!


(10) Folgende Verstöße gegen die Poker-Etikette ziehen eine Ermahnung nach sich,
wiederholte Verstöße werden bestraft. Dazu gehören unter anderem (jedoch nicht ausschließlich)

a) das unnötige Berühren von Chips oder Karten anderer Spieler,

b) Spielverzögerungen,

c) das Agieren außer der Reihenfolge,

d) das übermäßige unruhige Spielen mit den eigenen Chips (Splashing),

e) absichtliches Setzen außerhalb der Reichweite des Dealers,

f) überlautes/ständiges Gerede am Tisch,

g) ausgelassenes, theatralisches Feiern,

h) unangemessenes Verhalten,

i) physische Aktivitäten wie Gesten oder Gebaren,

j) Tisch verlassen, obwohl die eigene Hand noch aktiv ist,

k) beleidigende Aussagen über den Spielstil anderer Spieler,

m) das Beschimpfen anderer Spieler wegen deren Spielweise im Turnier,

n) Kritik am Dealer,

o) „open fold“,

p) vorzeitiges Aufdecken der Karten,

q) Zeigen der Karten an Außenstehende oder andere Spieler,

r) Chips beim „Bet“ in den Pot werfen,

s) den Pot selbst vor der Zuteilung einziehen,

t) Coaching am Tisch oder tischübergreifend,

u) „Stringbet“,

v) Falschannoncen,

w) Karten vom Tisch werfen,

x) Karten so heftig abwerfen, dass sie aufgedeckt werden,

y) die one-player-to-a-hand Regel verletzen und/oder

z) vergleichbare Vorfälle.


(11) Eine Strafe muss ausgesprochen werden:

I. Zeitstrafe:
a) Softplay , wie z.B. Nichtanspielen bzw. Nichtraisen der Nuts in letzter Position,

b) bereits 2 Ermahnungen erhalten,

c) verbale (unverhältnismäßige) Auseinandersetzung am Tisch oder tischübergreifend,

d) Karten absichtlich vom Tisch werfen,

e) Karten gezielt auf den Dealer werfen,

f) verbales Angreifen des Dealers, eines Spielers oder des Floor-Personals,

g) Chips (unverhältnismäßig) werfen,

h) bei einer Tischauflösung oder einem Tischausgleich absichtlich langsam den Tisch gewechselt, um das am
neuen Tisch anstehende Zahlen eines Blinds zu umgehen (Blinds sind nachzuzahlen und kommen in den
nächsten Pot)


II. Punktabzug:
i) fortgesetztes oder besonders schweres Fehlverhalten bei „Zeitstrafe“


III. Ausschluss:
k) körperliche Auseinandersetzung mit anderem Spieler oder Personal,

m) Betrugsversuche (wie z.B. die offensichtlich mutwillige und/oder wiederholte Markierung oder Beschädigung
von Karten),

n) Pokerchips werden vom Tisch entfernt (z.B. in der Pause)

o) Chips werden nicht sichtbar, z.B. in der Hosentasche, zum anderen Tisch transportiert (bei Tischausgleich
oder Tischauflösung),

p) Nichtbefolgen der Anordnungen des Floormans


(12) Missed Hand/Orbit Penalty

a) Außer bei der „Eine-Hand-Strafe“ werden „missed-hand-Strafen“ wie folgt berechnet: Der Bestrafte verpasst
eine Hand für jeden Spieler am Tisch (inklusive ihm selbst) multipliziert mit den Runden, die in der Strafe
ausgesprochen wurden. Während der Strafe hat der Bestrafte den Tisch bzw. ausgewiesenen Turnierbereich
zu verlassen, es wird ihm aber eine Hand ausgeteilt (die sofort für „tot“ erklärt wird).

b) Die Chips eines disqualifizieren Spielers werden eingezogen.

c) Der Dealer muss das Floor-Personal davon unterrichten, wann/sobald der bestrafte Spieler an seinen Platz
zurückkehren darf.

d) Wiederholungen werden durch steigende Strafmaßnahmen geahndet.


(13) Zeitliches Übertragen der Strafe
Alle Strafen eines Spielers werden zeitlich übertragen („Penalties Move“). Das bedeutet: Wenn der Spieler
z.B. eine zweifache Orbit-Strafe erhält (16 Hände) und wegen des Endes des Turniertages nur fünf Hände
aussetzen kann, verbüßt er den Rest seiner Strafe zu Beginn des darauf folgenden Turniertags. Dies gilt
auch beim Auflösen von Tischen, Platzveränderungen usw.


(14) Elimination Penalty
Spieler, die vom Event ausgeschlossen werden, beenden das Turnier mit der Platzierung entsprechend ihres
Ausschlusses.
Ein Beispiel: Bei noch 15 Spielern im Turnier (bei 100 Preisgeldplatzierungen) wird ein Spieler vom Turnier
ausgeschlossen. Die Chips des Spielers werden aus dem Turnier genommen, er beendet das Event auf
Rang 15 und erhält die entsprechenden Punkte.


(15) Disqualifikation
Im Falle einer Disqualifikation werden die Chips des betroffenen Spielers eingezogen, das (evtl.) Buy-in bleibt
Teil des Preispools und der Spieler hat kein Anrecht auf irgendeinen Preis. Der disqualifizierte Spieler muss
den Turnierbereich unverzüglich verlassen und erhält 0 Punkte. Diese Maßnahme zieht immer eine Strafe für
den entsendenden Verein/Club nach sich!


(16) Escalation
Die zu verhängenden Strafen müssen nicht immer dem Ausmaß des Verstoßes entsprechen. Die
Turniermitarbeiter können einen Spieler auch nach einem einzigen Regelverstoß von entsprechendem
Ausmaß disqualifizieren. Die Spieler sollten wissen, dass alle unter Strafe stehenden Aktionen auch bei
ihrem ersten Auffallen eine große Palette an Disziplinarmaßnahmen zulassen.


(17) Alle Strafen durch den Floorman gelten unverzüglich und sind zu dokumentieren!


(18) Eine Weigerung gegen die ausgesprochene Strafe zieht einen sofortigen Ausschluss des Spielers aus dem
Turnier, sowie eine Club-/Vereinsstrafe nach sich!